• Charlotte

Erasmus in Deutschland? Darauf solltet ihr vorbereitet sein ­čśë


Aller Anfang ist schwer. Ich h├Ątte jedoch nicht gedacht, dass ein Erasmus-Jahr in Deutschland mich vor solche Herausforderungen gestellt h├Ątte. Als Deutsche, die in Frankreich aufgewachsen ist, war mir schon immer klar, dass ich ein Erasmus Jahr in Deutschland machen w├╝rde. Voller Begeisterung und Selbstvertrauen habe ich mich 2019 f├╝r ein Erasmus Programm angemeldet und wurde ohne weitere Probleme an der Universit├Ąt T├╝bingen aufgenommen. Bevor mein Erasmus Jahr begann, h├Ątte ich jedoch einige Dinge wissen wollen, die man als angehender Erasmus-Student wissen sollte. Um welche Dinge es geht, verrate ich euch hier.


1. B├╝rokratie

Ein Erasmus Jahr erfordert zun├Ąchst viel Organisation und dementsprechend viel B├╝rokratie. Als frisch angekommene Erasmus-Studentin habe ich als erstes feststellen k├Ânnen, wie sehr die Deutschen auf Bescheinigungen stehen.­čĄŽ­čĆ╝ÔÇŹÔÖÇ´ŞĆ F├╝r die kleinste ├änderung, das kleinste administrative Detail ben├Âtigt man eine Bescheinigung. Zwischen Studienvertr├Ągen, Stipendien, Anmeldungen, Versicherungen, Ummeldungen usw. kann man sehr schnell den ├ťberblick verlieren! H├Ątte ich zu Beginn gewusst, vor welche Herausforderungen mich dieser ganze Papierkram stellt, h├Ątte ich mir den Umzug vielleicht zwei Mal ├╝berlegt.

In meinem Fall waren zudem die Erasmus Dokumente sehr schlecht formatiert, was dazu f├╝hrte, dass ich die offiziellen Dokumente mehr oder weniger selbst gestalten musste...

Kurzum, ein wahres Vergn├╝gen ­čśů.


2. Kulturschock

Den Kulkturschock darf man keineswegs untersch├Ątzen. Es ist verbl├╝ffend wie komisch einem Dinge, Verhaltensweisen oder Vorgehensweisen fremd erscheinen k├Ânnen, wenn man sie nicht gewohnt ist. Manche Verhaltensweisen sind teilweise schwer zu verstehen und oft nehmen sich unsere Gespr├Ąchspartner nicht unbedingt die Zeit uns zu erkl├Ąren, wie bestimmte Abl├Ąufe in diesem oder jenem Land funktionieren. F├╝r mich war es zum Beispiel sehr verwirrend, dass ich mich als Erasmus-Studentin in der Stadt T├╝bingen anmelden musste, obwohl ich damals mit Sicherheit knapp 10 Monate bleiben w├╝rde. Noch ├╝berraschender fand ich allerdings die Rundfunkgeb├╝hren, but anyway...

Um sich nicht ganz so fremd zu f├╝hlen, bleiben Erasmus-Studenten dementsprechend oft unter sich.


3. Heimweh

Mir ist w├Ąhrend meinem Erasmus-Jahr aufgefallen, dass man als Fremder schnell dazu neigt, Dinge zu suchen oder zu essen, die man kennt, um sich wieder ein bisschen zu Hause zu f├╝hlen. Ohne in die Klischees bedienen zu wollen, muss ich zugeben, dass mir in all dieser Zeit nichts mehr Freude bereitet h├Ątte als ein gutes Baguette und franz├Âsischer K├Ąse! ­čĄĄ

Das franz├Âsische Essen war aber nicht das einzige was mir an meiner Heimat fehlte. Da ich aus S├╝dfrankreich komme, war das Wetter f├╝r mich schonmal eine enorme Umstellung. Ich kaufte in meiner ersten Woche in Deutschland ├╝berwiegend Pullis und Jacken. Zudem fehlte mir meine Familie, meine Freunde, meine Gewohnheiten und meine Stadt. Auch wenn man w├Ąhrend seines Erasmus-Jahres im Ausland neue Dinge erleben und neue Leute kennenlernen m├Âchte, vermisst man dennoch immer mal wieder seine Heimat.


4. Kontakte

Kontakte zu kn├╝pfen war f├╝r mich eine der gr├Â├čten Herausforderungen w├Ąhrend meinem Erasmus Jahr. Obwohl ich voller Ambitionen und Selbstbewusstsein in mein Erasmus-Jahr gestartet bin, ist mir der Austausch mit deutschen Studenten zu Beginn etwas schwer gefallen. Keiner interessierte sich gro├č f├╝r die "Austauschstudentin", auch wenn ich eigentlich sehr gut deutsch kann. Die Studenten kannten sich bereits untereinander und die wenigen Unterrichtsstunden, die ich hatte, erlaubten es mir nicht, Beziehungen aufzubauen oder echte Gespr├Ąche zu f├╝hren.

Es dauerte also zwei (sehr) lange Monate, bevor ich richtig mit Leuten (unter anderem Bene ­čśë) in Kontakt kam.


Nat├╝rlich ist meine Erfahrung nicht allgemeing├╝ltig. Vielleicht werden euch andere sagen, dass sie auf keine dieser Schwierigkeiten gesto├čen sind. Aber es war mir trotzdem wichtig, meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Diese m├Âgen zwar ein wenig negativ erscheinen, aber es war wirklich nur der Anfang, der schwer war. Nach meinem Erasmus-Jahr bin ich ja schlie├člich in Deutschland geblieben und angepasst habe ich mich sehr gut!

Ich denke, dass es am Ende alles nur eine Frage der Zeit ist.

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